Doppik, Defizite, Dauerverzug … Verwaltung verliert die Kontrolle!
In der Gemeindevertretersitzung vom 24.03.2026 (Sitzungsprotokoll liegt noch nicht vor) berichtete die Bürgermeisterin, dass die Jahresabschlüsse für 2024 und 2025 weiterhin nicht vorliegen. Hintergrund sind, laut Amt Hohe Elbgeest, anhaltende Herausforderungen durch die Einführung der Doppik und personelle Engpässe.
Die Kommunalaufsicht hat die Bürgermeisterin bereits darauf hingewiesen, dass ein ordnungsmäßiger Haushalt sicherzustellen sei. Ein solcher Haushalt konnte aber nun weder für 2025 noch 2026 aufgestellt werden, da die erforderliche Eröffnungsbilanz zum 01.01.2025 fehlt – Entspricht der Schlussbilanz zum 31.12.2024, die bislang nicht vorliegt.
Zum Stand der Jahresabschlüsse wurde mitgeteilt, dass der Abschluss für 2024 voraussichtlich nicht vor Mai 2026 fertiggestellt werden kann. Bei der Kommunalaufsicht wurde daher eine Fristverlängerung bis zum 31.05.2026 beantragt.
Die zwischenzeitliche Information, dass wir als Gemeinde trotzdem weiter voll handlungsfähig bleiben, erwies sich nun als falsch. Nach Angaben der Bürgermeisterin führen die Verzögerungen bereits zu Einschränkungen bei der Vergabe von Aufträgen. Eine formale Haushaltssperre im gesetzlichen Sinne besteht jedoch noch nicht – Laufende Ausgaben können auf Grundlage bestehende Verträge weiterhin beglichen werden.
Auf Anfrage der CDU in der Sitzung wurde berichtet, dass das Amt mittlerweile externe Unterstützung beauftragt hat – und damit „sehenden Auges“ weitere Kosten verursacht! Es zeigt sich in Teilen der Verwaltung ein mangelndes Problembewusstsein gegenüber der ohnehin angespannten finanziellen Lage.
Helena Minnemann-Sönnichsen
