Beteiligung der Bürger?
Seit Monaten beschäftigen sich der Planungsausschuss (PA) und die Gemeindevertretung (GV) mit der Planung rund um die Conrad Koppel. In dieses Projekt sind bereits viel Mühe, Gedankenschmalz und Freizeit von engagierten Ehrenamtlichen geflossen.
In den PA-Sitzungen vom 10.09. und 07.10. wurden bereits viele Ideen und Bedenken ausgetauscht, so dass sich ein richtungsweisendes Meinungsbild für die weitere Planung entwickelt hat. So hat sich die Mehrheit bereits im Oktober für eine Durchfahrtsstraße ausgesprochen. Außerdem waren sich alle einig, dass es möglichst wirtschaftlich gestaltet werden muss – Fläche nicht leichtfertig „verschenkt“ werden darf und die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner eng in das Verfahren einzubeziehen sind.
Die finale Ausgestaltung des Plan-Entwurfes und Abstimmung zu den sich bereits gefestigten Meinungen, gestützt durch die Beratung des Planungsbüros, sollte im PA vom 04.11.2025 stattfinden. So lud die Bürgermeisterin die Anwohner des Rotdornweges und einige andere zu einer Informationsveranstaltung am 04.11.2025, 18.00 Uhr direkt vor der angesetzten PA-Sitzung ein.
In dieser Anliegerversammlung, zu der die PA- und GV-Mitglieder nicht explizit eingeladen wurden, sind die zwei unterschiedlichen Planvarianten A(1) und B(1a), über die bereits viel diskutiert wurde, vorgestellt worden.
Hier kamen die im PA bereits zuvor diskutierten Argumente nicht zur Sprache, bat die betroffenen Teilnehmer aber um ein Votum.
In der anschließenden PA-Sitzung wurden die Mitglieder über die einheitliche Ablehnung und die von den Bürgerinnen und Bürgern vorgetragenen Bedenken informiert.
Der PA hat sich, wohl wissend wie das Votum ausgefallen ist, unter Abwägung der bereits bekannten Argumente, einstimmig über alle Fraktionen, entschieden, der GV die Variante B(1a) (Durchfahrtsstraße) zu empfehlen.
Wir als CDU möchten noch einmal verdeutlichen, dass wir hier nicht leichtfertig gehandelt haben, sondern alle uns vorliegenden Argumente bewertet haben:
- Dassendorf besteht bereits aus vielen kleinen abgeschnittenen „Dörfern“ im Dorf. Dies wollen wir durchbrechen und verbinden.
- Die aktuelle Straße Rotdornweg lässt vermuten, dass eine Erschließung des Gebietes immer über den Rotdornweg geplant war. Zusätzlich, um die Straße nicht zu belasten, wurde auch eine Zufahrt über den Bornweg eingeplant.
- Ohne Durchfahrtsstraße wäre ein Wendehammer notwendig, der ca. 400m2 (ein Baugrundstück) verschlingen und somit neben unnötiger Versiegelung auch die Wirtschaftlichkeit beeinträchtigen würde.
- Es ist eine verkehrsberuhigte Zone („Spielstraße“) vorgesehen, die in kurviger Führung durch das neue Gebiet geführt werden soll und eine Durchfahrt nicht attraktiv macht, genau wie die Einmündung in den Bornweg, die laut Planer keine Vorfahrtsberechtigung (rechts vor links) haben wird
- Der eingesetzte Planer hat zudem versichert, dass er keine Mehrbelastung des Rotdornweges erwartet, eher eine Entlastung für einige Teile.
- Der Verkehr, der bisher aus der Einmündung Flachsthumweg/Rotdornweg kommt und als eine „Gefahr“ an der bereits jetzt unübersichtlichen Kreuzung angeführt wird, soll nicht zunehmen.
In der GV-Sitzung vom 13.11. lag die Empfehlung des PA zur Entscheidung vor. Auch hier wurde erneut vorgestellt, erklärt und beraten. Der Empfehlung des Planungsausschusses ist fast einstimmig gefolgt worden. Die Bürgermeisterin hat sich als einziges Mitglied der GV gegen die einstimmig vom PA empfohlene Variante entschieden.
Wir wissen, dass Veränderungen nicht immer von allen positiv wahrgenommen werden, werben hier aber für Ihr Verständnis für eine Entscheidung für Dassendorf.
Mit der in der GV getroffenen Entscheidung tragen wir ein Stück dazu bei, das Projekt so wirtschaftlich wie möglich zu gestalten und den Herausforderungen, denen Dassendorf in naher Zukunft gegenüberstehen wird (Neue Sportstätten / Neues Feuerwehrfahrzeug / Neue Feuerwehr / ….), etwas besser aufgestellt begegnen zu können.
Nils Louwien
